Cranio-Sacrale-Therapie

Cranio-Sacrale-Therapie

Die Cranio-Sacrale-Therapie ist eine alternative, sehr sanfte und wirkungsvolle Behandlung und eine Säule der Osteopathie, die darauf basiert, dass der Körper an sich, über einen unabhängige Rhythmus verfügt. Dieser 3. wahrnehmbare Rhythmus, neben Herzschlag und Atmung, durchläuft und beeinflusst das grundlegende Gerüst des Körpers, sei es bei Tier oder Mensch.


Die Anwendungsgebiete sind so vielfältig wie ihre Wirkung, u.a. bei

  • körperlichen Beschwerden: nach Unfällen und Operationen, zur Linderung von Schmerzen, Muskelverspannungen, Stellungsfehler, Spondylose, Kissing Spines, Gelenkproblemen, Kieferproblemen, Verletzungen oder anderen körperlichen Beschwerden
  • Stress und Angst: Tiere, die unter Stress, allgemeiner Müdigkeit, Erschöpfung und Depressionen sowie Angst oder andere emotionalen Belastungen leiden
  • psychosomatischen Beschwerden und Verhaltensprobleme: Bei bestimmten Auffälligkeiten, wie zum Beispiel übermäßiger Nervosität, Konzentrationsproblemen, Lernschwierigkeiten, Aggression oder Hyperaktivität sowie Verzögerungen in der Entwicklung, aber auch bei Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden
  • chronische und akute Schmerzen: Nacken- und Spannungskopfschmerzen, Schleudertrauma, Sturz- und Stauchtrauma
  • zur Entspannung und Wellness


Um das Cranio-Sacrale-System zu harmonisieren und Blockaden zu lösen, kommen sanfte Berührungen, leichter Druck (max. 10g) und Manipulationen an verschiedenen Körperbereichen zum Einsatz, besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf dem Kopf (Cranio), die Wirbelsäule und das Kreuzbein (Sacrum). Es wird eine tiefe Entspannung gefördert, die körperliche und emotionale Balance verbessert, der Stresslevel reduziert und das Tier in einen ausgeglicheneren Zustand gebracht.


Die Behandlung soll

  • die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen,
  • die Durchblutung verbessern,
  • das Nervensystem beruhigen und regulieren sowie
  • das Immunsystem stärken,
  • Spannungen im Gewebe lösen und
  • die natürliche Beweglichkeit des Körpers wiederherstellen.


Die Cranio-Sacrale-Therapie kann sowohl therapeutisch als auch präventiv bei Pferden, Hunden und Katzen angewandt werden, aber auch bei weiteren Haus- und Nutztierarten, so weit sie sich anfassen lassen und nicht zu klein sein.


Allerdings sind da Grenzen gesetzt, wo der Körper bereits Missbildungen hat und pathologische Befunde bestehen. Eine Arthrose kann natürlich nicht mehr geheilt oder eine durch Spondylose veränderte Wirbelsäule nicht mehr begradigt werden, aber viele andere Beschwerden, wie oben beispielhaft aufgezählt, kann man sehr gut behandeln.

Kurzerklärung - Das craniosacrale System -


Wichtige Funktionen des Cranio-Sacrale-Systems sind unter anderem die Produktion, Zirkulation und Aufnahme der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liqour). Es bildet das physiologische Umfeld, in dem sich Gehirn und Nervensystem entwickeln, leben und funktionieren können. Es beeinflusst Entwicklung, Wachstum und Funktionsfähigkeit des Zentralnervensystems vom Moment der embryonalen Formgebung bis zum Tod.


Der Cranio-Sacrale-Rhythmus entsteht aus der Bewegung des Liqours, das vom Gehirn ausgehend, aus dem Schädel (Cranium), durch die Wirbelsäule bis zum Kreuzbein (Sacrum) hin und her pulsiert. Fühlbar ist dieser Puls - auch der "Atem des Lebens" genannt - u.a. an den Knochennähten des Schädels (Suturen), die sich voneinander weg und zueinander hin bewegen, aber auch in der weitläufige Peripherie.

Das Fasziensystem (Bindegewebe) schafft das verbindende Element zwischen dem Cranio-Sacralen-System und den peripheren (die außerhalb, aus Gehirn und Rückenmark bestehenden) Anteile des zentralen Nervensystems des Körpers.

Erhöhte Spannung in einer Körperregion überträgt sich darüber in benachbarte Regionen und nimmt somit unmittelbar Einfluss auf alle Systeme.

Probleme in der Beweglichkeit der Gelenke, der Zirkulation von Körperflüssigkeiten, dem freien Fluss von Energie, vermindert somit auch den lebenswichtigen Informationsaustausch im Organismus. Auswirkungen können sich in viele verschiedene Richtungen z.B. als Stoffwechselstörung, Fehlstellung, Muskelprobleme, erhöhte Herzfrequenz, Lahmheiten, etc. zeigen.

Gibt es also eine Störung des Durchflusses z.B. durch eine Blockade im Kreuzbein, so ist die Dura Mater (harte Hirnhaut), die mit Schädelknochen verbunden ist, ebenfalls davon betroffen und umgekehrt.

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